Fotos von der Stillgruppe mit Stillberaterin Claudia Woltersdorff – Business Fotos Leipzig

An einem schönen warmen Sommertag habe ich Stillberaterin Claudia Woltersdorff mit ihrer Stillgruppe im Park begleitet und ein paar Momente von ihr und den Mamas mit ihren Kindern eingefangen.

Ich persönlich hätte mir während meiner Elternzeit sehr gewünscht zu so einer Stillgruppe gehen zu können, da ich den Austausch zwischen den Mamas toll finde und auch Claudia bei Stillproblemen mit Rat und Tat zur Seite steht.

Ich möchte Dir gern noch etwas mehr zu Claudias Arbeit und ihrer Stillgruppe erzählen und habe Claudia gebeten, mir ein paar Fragen zu beantworten. Das Interview liest Du hier, viel Spaß dabei.

Liebe Claudia, stell Dich doch einmal kurz vor, wer bist Du und was machst Du?

Ich bin Claudia, 35 Jahre jung und Mama eines wundervollen Mädchens und eines ganz tollen Jungen. In meinem Innersten bin ich noch ganz viel Kind. In meinem Kopf entstehen ganz schnell fixe Ideen, die ich am liebsten sofort umsetzen möchte. Geduld gehört also nicht unbedingt zu meinen Stärken. Ich möchte gern so viele verschiedene Dinge tun. Am besten alles auf einmal. Meine Tage könnten 48h Stunden haben und doch würde die Zeit für all die Dinge, die ich gern tun und unter einen Hut bringen möchte, nicht reichen.

Das ist mit Sicherheit auch einer der Gründe, warum ich die „kleine“ Selbständigkeit gewagt habe, aber dazu später mehr. Ich bin empathisch, manchmal auch zu viel davon. Ich mag die Natur, ich mag den Sommer und ich bin harmoniebedüftig.

Das, was mich jedoch am meisten ausmacht, sind mein Mamasein und meine Arbeit. Beides erfüllt mich zutiefst. Als Kinderkrankenschwester arbeite ich seit 2008 auf einer Frühgeborenenstation. Damals durfte ich dort meine Prüfung ablegen und bleiben. Damit wurde mir ein ganz großer Wunsch erfüllt. Ich liebe diese Arbeit von Herzen. Ergänzt habe ich es mit der Weiterbildung zur Trageberaterin und Stillberaterin. Letzteres ist sinnvoll für die Arbeit mit den Müttern der kleinen Frühchen. Der Stillbeginn ist oft sehr holprig oder gar nicht möglich, sodass die Mamas sehr auf Hilfe angewiesen sind, um überhaupt in die Milchbildung, während dieser oft sorgenreichen Zeit, zu kommen bzw. brauchen sie gute Unterstützung bei den ersten Stillversuchen ihrer ganz kleinen, meist noch saugschwachen Babys.

Wie kam es dazu, dass Du Dich nebenberuflich als Stillberaterin selbstständig gemacht hast?

Wie schon oben erwähnt, entstehen in mir immer wieder kleine Visionen und Ideen. Nach dem Abitur wollte ich eigentlich so gern Hebamme werden. Dies hat zwar nicht geklappt, aber dieses Mutter-Kind-Ding lässt mich seit dieser Zeit nicht mehr los.

All das, was mit der Bindung zwischen Mutter und Kind zu tun hat, fasziniert mich so sehr, dass ich gern noch mehr tun wollte, als die reine Arbeit im stationären Bereich. Anfangs habe ich etwas gezögert und mich kaum getraut, diesen Schritt zu wagen.

Im Endeffekt ist die Selbständigkeit ja aber auch nur ein Ausprobieren und Rumexperimentieren und man baut sich im wie eine Art Puzzle. Wenn ein Teil nicht passt, sucht man sich ein neues Teil. Bis am Ende ein wunderschönes Bild entsteht. So habe ich mich auch langsam herangetastet und geschaut, was passt zu mir, was macht mir Spaß oder, was liegt mir vielleicht auch doch nicht so.

Aktuell arbeite ich also hauptberuflich in der Klinik und nebenbei biete ich Stillberatung und Trageberatung an. Hin und wieder gibt es Tragekurse und ganz neu seit diesem Jahr meine erste Stillgruppe. Und wenn ich von all dem spreche, erfüllt mich eine tiefe Zufriedenheit. Ich bin selbst gespannt, wie sich mein eigenes Puzzle noch füllt.

Wie kann ich mir eine Stillberatung mit Dir vorstellen, wie läuft das ab?

Eine Mama kontaktiert mich, meist per Mail, mit einer bestimmten Fragestellung oder einem vorliegenden Problem. Dann vereinbaren wir einen Termin für einen Hausbesuch. Egal, um welches Problem es sich handelt, zu jeder Stillberatung gehört ein ausführliches Gespräch, indem ich eine Anamnese erhebe.

Das bedeutet, ich erfrage unter anderem den Geburtsverlauf, Grunderkrankungen, Erkrankungen während der Schwangerschaft, Medikamente, eventuelle Sillerfahrung und noch einiges mehr. Ich lasse mir von der Mama erzählen, wie der Stillverlauf bisher war. Geht es um Schmerzen, machen wir gemeinsam eine genaue Schmerzanamnese. Wir sprechen über die Ausscheidungen ihres Babys und ich benötige Informationen über Stillhilfsmittel, die im Einsatz waren oder sogar noch sind. Dann beurteile ich den Gewichtsverlauf, welcher mir sehr wichtig ist. Dazu benötige ich so viele Gewichtsdaten des Babys wie möglich. Des Weiteren untersuche ich die Brust und schaue mir das Baby an. Dabei geht es mir vor allem um die Funktionalität der Zunge, denn diese ist Grundvoraussetzung für eine gute und schmerzfreie Brustentleerung. Zum Schluss beurteile ich, was das Baby wie an der Brust macht.

Alles in allem sind das nun ganz schön viele Informationen, die auch wieder wie ein Puzzle funktionieren. Jede Information ist wie ein Puzzleteil und zusammen ergibt sich ein Bild, mit dem ich nun einschätzen kann, was die Ursache für das vorliegende Stillproblem ist.

Zusammen mit der Mama, ihren Ressourcen und meiner Einschätzung können wir nun gemeinsam einen ganz individuellen Fahrplan erstellen, um auf ihren persönlichen Stillwunsch hinzuarbeiten. Manchmal benötigt es dafür mehrere Termine und eine Fahrplananpassung, je nachdem, um welches Problem es sich handelt, wie schwerwiegend es ist oder auch, wie lange das Problem schon besteht.

Was sind die häufigsten Themen, bei denen Du Mamas berätst?

Die Themen sind total bunt gemischt und ich bin bei jeder Anfrage wieder gespannt, was mich erwartet. Oft geht es um jegliche Art von Schmerzen beim Stillen oder auch ein wochenlanges Zufüttern, obwohl die Mama doch Vollstillen wollte und nun nicht weiß, wie sie dies wieder beendet, ohne, dass ihr Baby abnimmt.

Weitere Fragen der Mamas sind: „Ich habe zu wenig/zu viel Milch“ „Wie kann ich Abstillen?“ „Mein Kind schläft nur an der Brust ein.“ „Mein Kind will 24/7 stillen.“ „Wie mache ich das nun mit der Beikost?“ „Mein Kind beißt an der Brust.“ „Mein Kind verweigert die Brust.“ „Ich finde einfach keine Stillposition, wo ich als Mama bequem sitze.“ Ich könnte die Liste noch ewig weiter führen.

Was möchtest Du persönlich mit Deiner Stillberatung erreichen, was ist Dir besonders wichtig?

Besonders wichtig ist es mir, dass klar ist, dass ich nur eine beratende, unterstützende und begleitende Funktion habe. Die Entscheidung für ALLES hat am Ende die Mama und nicht ich (oder die Tante, Nachbarin, Apothekerin, Kinderarzt…). Es kommt immer darauf an, wie groß ist der Wunsch der Mama oder, was ist überhaupt das Ziel für die Mama und vor allem, welche Ressourcen hat sie, um dieses Ziel möglicherweise zu erreichen.

Und Stillen kann ganz bunt aussehen. Manchmal sind es die Umstände, die es nicht möglich machen, dass vollgestillt wird. Manchmal ist es sogar hilfreich, der Mama den Ballast zu nehmen und ihr auch das Abstillen als Option zu geben. Alles ist okay, wenn es für die Mama und das Kind okay ist. Und wenn eine Mama UNBEDINGT Stillen will, dann knie ich mich zusammen mit ihr ganz intensiv in diese Sache rein. Manchmal sind es nur ein paar kleine Stellschrauben, an denen wir drehen und manchmal dauert eine Stillbegleitung mehrere Wochen oder Monate, um an das Ziel der Mama zu kommen.

Und jedes Mal feiere ich die Mütter, wenn sie am Ende mit ihrer Entscheidung oder mit dem Erreichen ihres Zieles glücklich sind. Denn dann bin ich es auch.

Mit Deinem Stilltreff bietest Du regelmäßige Termine an, zu denen man Dich und andere Mamas kennenlernen und sich austauschen kann. Kannst Du darüber noch mehr erzählen?

Eine Stillgruppe. Auch das war eines Tages eine meiner Visionen und Ideen. Getraut hab ich mich mehrere Jahre nicht. Doch dieses Jahr war es so weit und ich freue mich jedes Mal wieder auf das Treffen mit den Mamas und ihren Babys.

Oft sind es Mamas, die ich aus den Stillberatungen kenne, die also auch Probleme mit dem Stillen haben oder hatten und nun ihre Erfahrungen weiter tragen können. Ich liebe den Austausch in dieser Gruppe, das Aufbrechen von Ammenmärchen und das gegenseitige Motivieren. Auch ich nehme jedes Mal wieder neue Erkenntnisse oder Tipps mit nach Hause. Wir alle profitieren davon. Und das Schöne daran ist auch, dass ich mitbekomme, wie sich die Babys entwickeln, wie sich Probleme lösen und die Mamas nun mit ihrer individuellen Stillgeschichte leben. Ich bin sehr dankbar, Teil ihrer Stillgeschichte zu sein.

Mehr zu Claudia und ihrer Arbeit als Stillberaterin findest Du auf ihrer Website oder ihrem Instagram-Profil

Website: www.kopfkuss.de / Instagram: https://www.instagram.com/kopfkuss


Ich möchte mich an dieser Stelle auch nochmal bei allen Mamas der Stillgruppe bedanken, die ich in diesen Momenten fotografieren durfte.


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